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<title>Bodenseeschifffahrt</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Bodenseeschifffahrt</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p>Unter dem Begriff <b>Bodenseeschifffahrt</b> versteht man die Gesamtheit des <a href="Schifffahrt" title="Schifffahrt">Schiffsverkehrs</a> auf dem <a href="Bodensee" title="Bodensee">Bodensee</a>.
</p><p>Die Bodenseeschifffahrt kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Sie begünstigte als verbindendes Element die wirtschaftliche und kulturelle Nähe zwischen den angrenzenden Gebieten. Beschränkte sich die wirtschaftliche Bedeutung über lange Zeit auf die <a href="Fischerei" title="Fischerei">Fischerei</a> und den Handel, so steht heute die touristische Nutzung sowie die Freizeitschifffahrt im Vordergrund.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Geschichte">Geschichte</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Vorgeschichte">Vorgeschichte</h3></div>
<p>Die Wurzeln der Bodenseeschifffahrt liegen vermutlich in der <a href="Mittelsteinzeit" title="Mittelsteinzeit">Mittelsteinzeit</a>. Es ist naheliegend anzunehmen, dass bereits die <a href="J%C3%A4ger_und_Sammler" title="Jäger und Sammler">Jäger und Sammler</a> dieser Zeit den Bodensee mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln – primitiven Wasserfahrzeugen wie <a href="Einbaum" title="Einbaum">Einbäumen</a> – befuhren. Auch ist davon auszugehen, dass die Bewohner der teilweise erhaltenen <a href="Pr%C3%A4historische_Pfahlbauten_um_die_Alpen" title="Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen">prähistorischen Pfahlbauten im Bodensee</a> Einbäume nutzten. Gesichert ist dies durch bisher ausgebliebene archäologische Funde jedoch nicht.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike">Antike</h3></div>
<p>Erste schriftliche Fixierungen der Bodenseeschifffahrt haben sich aus der Antike erhalten. Der Historiker <a href="Strabon" title="Strabon">Strabon</a> bezeugt mit seinem Bericht zur <a href="Seeschlacht_auf_dem_Bodensee" title="Seeschlacht auf dem Bodensee">Seeschlacht auf dem Bodensee</a> im Jahr 15 v. Chr. die antike militärische Schifffahrt auf dem Bodensee.<sup id="cite_ref-Burmeister-früh_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-früh-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zur Zeit der Zugehörigkeit des Bodenseeraums zur römischen Provinz <a href="Raetia" title="Raetia">Rätien</a> erfuhr die Bodenseeschifffahrt neue Impulse. Der aufkommende, transalpine Handel vergrößerte den Umfang des Handelsverkehrs. Hier war die günstige Lage des Bodensees von Vorteil: Zwischen dem <a href="Comersee" class="mw-redirect" title="Comersee">Comersee</a> und dem <i>Lacus Brigantinus</i> befand sich die kürzeste Handelsverbindung über die Alpen. Die Grenzlage des Bodensees innerhalb des im Untergang begriffenen <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reichs</a> verschaffte der militärischen Schifffahrt Auftrieb. Zum Schutz vor <a href="Alamannen#Das_Ende_des_Limes" title="Alamannen">einbrechenden Alamannenverbänden</a> wurde in <a href="Konstanz" title="Konstanz">Konstanz</a> und <a href="Bregenz" title="Bregenz">Bregenz</a>, den größten römischen Städten am See, eine Bootsflotille unter dem Kommando zweier <i><a href="Pr%C3%A4fekt_(R%C3%B6misches_Reich)" title="Präfekt (Römisches Reich)">Praefecti</a></i> stationiert.<sup id="cite_ref-Burmeister-früh_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-früh-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Mittelalter">Mittelalter</h3></div>

<p>Der Untergang des Römischen Reichs veränderte die Bodenseeschifffahrt kaum; alte Strukturen, Handelswege und Kenntnisse wurden übernommen. Im frühen <a href="7._Jahrhundert" title="7. Jahrhundert">7. Jahrhundert</a> wurde die Schifffahrt Mittel zur christlichen Missionierung des Bodenseeraums. Bezeugt ist eine Überfahrt der Mönche <a href="Gallus_(Heiliger)" title="Gallus (Heiliger)">Gallus</a> und <a href="Columban_von_Luxeuil" title="Columban von Luxeuil">Kolumban</a> von <a href="Arbon" title="Arbon">Arbon</a> nach Bregenz im Jahr 610.<sup id="cite_ref-Burmeister-früh_2-2" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-früh-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Alle großen Bodenseeklöster waren im Besitz von Schiffen, die unverzichtbar für die Logistik zwischen den teilweise räumlich voneinander getrennten Besitzungen derselben waren. Mit der <a href="Territorialisierung" title="Territorialisierung">Territorialisierung</a> ging der Wunsch der jeweiligen Landesherren nach einem eigenen Hafen einher. So wurde im späten 11. Jahrhundert <a href="Fu%C3%9Fach" title="Fußach">Fußach</a> zum Hafen der <a href="Grafen_von_Bregenz" class="mw-redirect" title="Grafen von Bregenz">Grafen von Bregenz</a> ausgebaut; der Hafen des Bischofs von Konstanz befand sich in Arbon, der des <a href="Kloster_St._Gallen" class="mw-redirect" title="Kloster St. Gallen">Klosters St. Gallen</a> in <a href="Steinach_SG" title="Steinach SG">Steinach</a>.<sup id="cite_ref-Burmeister-mittel_4-0" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-mittel-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Um den im Hinterland des Bodensees liegenden Städten den Zugang zum Bodensee zu erleichtern, wurde oftmals ein Ausbau der Zuflüsse unternommen, ersichtlich am Beispiel <a href="Ravensburg" title="Ravensburg">Ravensburgs</a>: Den auf einen Ausbau der <a href="Schussen" title="Schussen">Schussen</a> abzielenden Bitten der Bürgerschaft gab <a href="Wenzel_(HRR)" title="Wenzel (HRR)">König Wenzel</a> im Jahr 1400 nach, woraufhin mit der <a href="Schiffbarkeit" title="Schiffbarkeit">Schiffbarmachung</a> begonnen wurde. Der konkrete Anlass mag der zuvor in der Stadt neu aufgekommene Wirtschaftszweig der Papierherstellung gewesen sein, für den sich ein Transport zu Wasser vorteilhaft ausgewirkt hätte, auch werden andere ökonomische Abwägungen ob der mittlerweile hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Bodenseeschifffahrt ihr Übriges getan haben.
</p><p>Mit der Einführung eines neuen Schiffstyps, des <i>Marktschiffs</i>, erreichte der Warenaustausch zwischen den Seeanrainern einen neuen Höhepunkt. Die Marktschiffe fuhren an Markttagen zu festen Zeiten Städte an und beförderten Personen und Verkaufsgüter zu den im Zielort stattfindenden <a href="Markt" title="Markt">Märkten</a>. Für Konstanz, Arbon, Lindau, <a href="Schaffhausen" title="Schaffhausen">Schaffhausen</a> und Bregenz ist ein Marktschiff bezeugt. Der neue Typus des Marktschiffes setzte auch bezüglich der Größe neue Maßstäbe: Das Lindauer Marktschiff war für 60 Personen samt ihren Waren vorgesehen.<sup id="cite_ref-Burmeister-mittel_4-1" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-mittel-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Binnenschifffahrt" title="Binnenschifffahrt">Binnenschifffahrt</a> zum <a href="G%C3%BCterverkehr" title="Güterverkehr">Waren-</a> und <a href="Personentransport" class="mw-redirect" title="Personentransport">Personentransport</a> auf dem Bodensee – z. B. mit <a href="Weidling_(Bootstyp)" title="Weidling (Bootstyp)">Weidlingen</a> – wird bereits im <a href="15._Jahrhundert" title="15. Jahrhundert">15. Jahrhundert</a> abgebildet; zwischen dem 14. und dem 20. Jahrhundert waren über ca. 500 Jahre „<a href="L%C3%A4dine" title="Lädine">Lädinen</a>“ bzw. <i>Ledinen</i> auf dem Bodensee im Einsatz, historische <a href="Frachtsegler" title="Frachtsegler">Lastensegler</a>, auch mit ihrer kleineren Ausgabe der <i>Segmer</i> bzw. <i>Segner</i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Frühe_Neuzeit"><span id="Fr.C3.BChe_Neuzeit"></span>Frühe Neuzeit</h3></div>
<p>Die im 16. Jahrhundert weitgehend abgeschlossene <a href="Territorialisierung" title="Territorialisierung">Ausbildung von klar abgetrennten Herrschaftsgebieten</a> – die <a href="Alte_Eidgenossenschaft" title="Alte Eidgenossenschaft">Eidgenossenschaft</a> war sogar schon 1499 als Folge des <a href="Schwabenkrieg" title="Schwabenkrieg">Schwabenkriegs</a> de facto vom Reich unabhängig – führte zu einer starken Einschränkung des nunmehr zwischenstaatlichen Handels zwischen den Seeanrainern; zahlreiche Zölle und Reglementierungen erschwerten eine gute wirtschaftliche Beziehung. Gleichwohl trieb die <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> bzw. <a href="Gegenreformation" title="Gegenreformation">Gegenreformation</a> eine konfessionelle Spaltung zwischen den meist lutherischen Reichsstädten sowie anderen reformierten Territorien und den katholisch beherrschten Gebieten rund um den See voran. Zur demonstrativen Präsenz und zur Kontrolle des Handels auf dem See wurde den Gebietsoberen ein neuer Schiffstypus zum Instrument. Das <i><a href="Jagdschiff" title="Jagdschiff">Jagdschiff</a></i> diente von nun an als Polizeischiff, zudem wurde es zu repräsentativen Zwecken genutzt.<sup id="cite_ref-Burmeister-mittel_4-2" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-mittel-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Eine große kriegerische Auseinandersetzung auf dem Bodensee stellte sich in den Jahren 1632 bis 1648 in Form eines Teils des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Kriegs</a> ein. Der sogenannte <a href="Seekrieg_auf_dem_Bodensee_1632%E2%80%931648" title="Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648">Seekrieg auf dem Bodensee</a> forderte in wirtschaftlicher wie menschlicher Sicht viel.
</p><p>Im 18. Jahrhundert wurde im Handel das Einsetzen von größeren Schiffen üblich, dem gestiegenen Bedarf an Lastfläche folgend.<sup id="cite_ref-Burmeister-mittel_4-3" class="reference"><a href="#cite_note-Burmeister-mittel-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="19._und_20._Jahrhundert">19. und 20. Jahrhundert</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Dampfschifffahrt_auf_dem_Bodensee" title="Dampfschifffahrt auf dem Bodensee">Dampfschifffahrt auf dem Bodensee</a></i></div>
<p>Im Laufe des 19. Jahrhunderts fand eine Verdrängung der Lastsegler durch die damals neuartigen Dampfschiffe statt. Am Anfang der Bodensee-Dampfschifffahrt stand die Indienststellung der württembergischen <i><a href="Wilhelm_(Schiff%2C_1824)" title="Wilhelm (Schiff, 1824)">Wilhelm</a></i> am 10. November 1824. 1851 wurde die Dampfboot AG für Bodensee und Rhein gegründet.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Befand sich die Dampfschiffflotte zu Beginn in privater Hand, so ging sie zwischen 1854 und 1863 in den Besitz der drei staatlichen Eisenbahngesellschaften Badens, Württembergs und Bayerns über. Deren Bestände wurden dann am 1. April 1920 von der <a href="Deutsche_Reichsbahn_(1920%E2%80%931945)" title="Deutsche Reichsbahn (1920–1945)">Deutschen Reichsbahn</a> übernommen.<sup id="cite_ref-Hehl_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-Hehl-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach 1871 kam die vermehrte Personenbeförderung durch Salondampfschiffe hinzu. Bereits im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts gab es auf dem Bodensee von einem <a href="Ottomotor" title="Ottomotor">Ottomotor</a> angetriebene private <a href="Motorboot" title="Motorboot">Motorboote</a> und Lastsegelschiffe, die mit einem etwa 5 PS starken Petroleum- oder <a href="Dieselmotor" title="Dieselmotor">Dieselmotor</a> nachgerüstet wurden, um sie unabhängig vom Wind zu machen. Die Lastsegler wurden später nach und nach durch Glattdeckdampfschiffe ersetzt. Die ersten Passagiermotorboote wurden 1895 in Bodman indienstgestellt. Lokale Linienverkehre mit kleinen Benzin-Motorbooten entstanden in verschiedenen Städten. Die Bodenseefischer verwenden effiziente Motorboote seit 1910. Im Jahre 1925 baute die <a href="Bodan-Werft" title="Bodan-Werft">Bodan-Werft</a> das erste größere Bodensee-Motorschiff. Bis 1939 folgten insgesamt 28 Ein-, Zwei- und Dreideckmotorschiffe, die meisten mit dem neuen <a href="Voith-Schneider-Antrieb" title="Voith-Schneider-Antrieb">Voith-Schneider-Antrieb</a>. Mit dem <a href="Anschluss_%C3%96sterreichs" title="Anschluss Österreichs">Anschluss Österreichs</a> 1938 wurden die Schiffe des Nachbarlandes ebenfalls der Reichsbahn unterstellt.
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bodenseeschifffahrt_im_Zweiten_Weltkrieg" title="Bodenseeschifffahrt im Zweiten Weltkrieg">Bodenseeschifffahrt im Zweiten Weltkrieg</a></i></div>
<p>Für die Dauer des Zweiten Weltkriegs war die Funktion der Schifffahrt auf dem Bodensee häufig durch militärische Nutzung bestimmt. Zivile Schiffe wurden zu Übungsschiffen der deutschen Marine und zu schwimmenden Flakbatterien umgenutzt.
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Liste_der_Passagierschiffe_auf_dem_Bodensee" title="Liste der Passagierschiffe auf dem Bodensee">Liste der Passagierschiffe auf dem Bodensee</a></i></div>
<p>Seit 1950 stellten die <a href="Vereinigte_Schifffahrtsunternehmen_f%C3%BCr_den_Bodensee_und_Rhein" title="Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein">Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU)</a> insgesamt 43 Motorschiffe neu in Dienst (Stand 2015). Zum 1. Januar 1962 zentralisierte die <a href="Deutsche_Bundesbahn" title="Deutsche Bundesbahn">Deutsche Bundesbahn</a> (DB) als Nachfolgerin der Reichsbahn die Verwaltung der Bodenseeschifffahrt bei der <a href="Bundesbahndirektion_Karlsruhe" class="mw-redirect" title="Bundesbahndirektion Karlsruhe">Bundesbahndirektion Karlsruhe</a>, der zugleich auch die der DB gehörenden Häfen in Konstanz, Friedrichshafen und Lindau unterstellt wurden.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mit der Ausmusterung aller Dampfschiffe 1957–1967 endete die Epoche der Dampfschifffahrt auf dem Bodensee weitgehend; nur die <i><a href="Hohentwiel_(Schiff)" title="Hohentwiel (Schiff)">Hohentwiel</a></i> als einzige Vertreterin dieser Schiffsgattung ist heute noch auf dem See anzutreffen. Die ersten Motorschiffe, die die Dampfschiffe ersetzten, sind inzwischen auch verschrottet. Einige sind aber im Alter von bis zu 90 Jahren noch im Dienst und stehen teilweise unter Denkmalschutz. Heute verkehren 12 deutsche, 13 schweizerische und fünf österreichische Motorschiffe der großen Schiffsbetriebe auf dem Bodensee sowie drei <a href="Katamaran" title="Katamaran">Katamarane</a> und neun <a href="Autof%C3%A4hre" title="Autofähre">Autofähren</a>. Einige von ihnen haben die <a href="Schiffsglocken_alter_Bodenseeschiffe" title="Schiffsglocken alter Bodenseeschiffe">Schiffsglocken</a> längst ausgemusterter Raddampfer übernommen und weisen so auf die lange Tradition der Schifffahrt auf dem Bodensee hin.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Galerie">Galerie</h4></div>
<ul class="gallery mw-gallery-packed">
<li class="gallerybox" style="width: 186.66666666667px">
<div class="thumb" style="width: 184.66666666667px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i><a href="Wilhelm_(Schiff%2C_1824)" title="Wilhelm (Schiff, 1824)">Wilhelm</a></i> (1824) – Die ersten <a href="Raddampfer" title="Raddampfer">Raddampfer</a> auf dem Bodensee waren <a href="Glattdecker" title="Glattdecker">Glattdecker</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 194px">
<div class="thumb" style="width: 192px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i><a href="Hohentwiel_(Schiff)" title="Hohentwiel (Schiff)">Hohentwiel</a></i> (1913): Der <a href="Salondampfer" class="mw-redirect" title="Salondampfer">Salondampfer</a> ist das älteste Schiff und das letzte <a href="Dampfschiff" title="Dampfschiff">Dampfschiff</a> auf dem Bodensee</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 162.66666666667px">
<div class="thumb" style="width: 160.66666666667px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Baden_(Schiff%2C_1935)" title="Baden (Schiff, 1935)"><i>Baden</i> (1935)</a>: Das erste <a href="Dreidecker_(Schiff)" title="Dreidecker (Schiff)">Dreideck</a>-<a href="Motorschiff" title="Motorschiff">Motorschiff</a> ist das älteste <a href="Kursschiff" class="mw-redirect" title="Kursschiff">Kursschiff</a> und steht unter <a href="Denkmalschutz" title="Denkmalschutz">Denkmalschutz</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 182px">
<div class="thumb" style="width: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Karlsruhe_(Schiff%2C_1937)" title="Karlsruhe (Schiff, 1937)"><i>Karlsruhe</i> (1937)</a>: Diente nach dem <a href="2._Weltkrieg" class="mw-redirect" title="2. Weltkrieg">2. Weltkrieg</a> bis zur Freigabe 1949 als Unterkunft für französische Soldaten in <a href="Konstanz" title="Konstanz">Konstanz</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 194px">
<div class="thumb" style="width: 192px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="M%C3%BCnchen_(Schiff%2C_1962)" title="München (Schiff, 1962)"><i>München</i> (1962)</a>: Die Dampfschiffe wurden in den 1960er-Jahren ausgemustert und durch Neubauten ersetzt</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 190.66666666667px">
<div class="thumb" style="width: 188.66666666667px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><i><a href="St._Gallen_(Schiff%2C_1967)" title="St. Gallen (Schiff, 1967)">St. Gallen</a></i> (1967): Schiff der <a href="Schweizerische_Bodensee-Schifffahrt" title="Schweizerische Bodensee-Schifffahrt">SBS Schifffahrt AG</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 182px">
<div class="thumb" style="width: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Schaffhausen_(Schiff%2C_1970)" title="Schaffhausen (Schiff, 1970)">Schaffhausen</a> (1970) der <a href="Schweizerische_Schifffahrtsgesellschaft_Untersee_und_Rhein" title="Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein">Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein</a></div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 182px">
<div class="thumb" style="width: 180px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Constanze_(Schiff)" class="mw-redirect" title="Constanze (Schiff)"><i>Constanze</i> (2005)</a>: Die drei <a href="Katamaran" title="Katamaran">Katamarane</a> dieses Typs sind die schnellsten <a href="Passagierschiff" title="Passagierschiff">Passagierschiffe</a> auf dem Bodensee</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 194px">
<div class="thumb" style="width: 192px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="%C3%9Cberlingen_(Schiff%2C_2010)" title="Überlingen (Schiff, 2010)"><i>Überlingen</i> (2010)</a>: Das neueste und modernste Schiff der <a href="Vereinigte_Schifffahrtsunternehmen_f%C3%BCr_den_Bodensee_und_Rhein" title="Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein">VSU</a> auf dem Bodensee</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Postschiffe">Postschiffe</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Postschiffe_auf_dem_Bodensee" title="Postschiffe auf dem Bodensee">Postschiffe auf dem Bodensee</a></i></div>
<p>Schon im Mittelalter wurden den Segelschiffen Briefe mitgegeben. Offizielle Postschiffe gab es auf dem Bodensee aber erst seit 1813. Das waren Kursschiffe, die berechtigt waren, regelmäßig Postsendungen zu befördern.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schiffsunfälle_und_Wracks"><span id="Schiffsunf.C3.A4lle_und_Wracks"></span>Schiffsunfälle und Wracks</h3></div>

<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schiffswracks_im_Bodensee" title="Schiffswracks im Bodensee">Schiffswracks im Bodensee</a></i></div>
<p>Auf dem Grund des Bodensees liegt eine Vielzahl von untergegangenen Schiffen. Allein 300 Wracks wurden bislang von Unterwasserarchäologen auf baden-württembergischen Gebiet registriert, die Gesamtzahl der Bodenseewracks dürfte jedoch weit höher sein. Die Bergung und Konservierung eines 1981 vor Immenstaad entdeckten mittelalterlichen Wracks blieb eine Ausnahme, der größte Teil der Wracks liegt bis heute auf dem Seegrund. Dieser Umstand zieht jedoch Taucher an – das Wrack der <i><a href="Jura_(Schiff%2C_1854)" title="Jura (Schiff, 1854)">Jura</a></i> etablierte sich als beliebtes Ziel von Tauchtouristen.
</p>
<div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Liste_von_Unf%C3%A4llen_der_Binnenschifffahrt" title="Liste von Unfällen der Binnenschifffahrt">Liste von Unfällen der Binnenschifffahrt: enthält auch bodenseebezogene Fälle</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Schiffsbau_und_Schiffstypen">Schiffsbau und Schiffstypen</h2></div>


<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Schiffbau_am_Bodensee" title="Schiffbau am Bodensee">Schiffbau am Bodensee</a></i></div>
<p>Unter den Schiffsbesitzern des Mittelalters und der Frühen Neuzeit war eine Namensgebung wie z.&nbsp;B. <i>Wilhelm</i> für ein Schiff unüblich. Das Verhältnis von Besitzer zu Boot war von Pragmatik bestimmt, das Bodenseeschiff war ein Gebrauchsgegenstand mit einer Haltbarkeitsdauer von etwa 10 Jahren. Anders gestaltete es sich bei den Dampfschiffen, sie trugen von Anfang an Namen. Diese Praxis wurde auch von den Lädinen dieser Zeit übernommen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Laufe der Zeit wandelte sich der Schiffsbestand auf dem Bodensee, von einfachen Lastseglern über dampfbetriebene Schiffe zu den großen Dieselfähren heutiger Zeit.
</p><p><b>Lädinen/Segmer</b><br>
Bis zum Aufkommen der Dampfschifffahrt im 19. Jahrhundert bestimmte der Typus der <i>Lädi</i> und deren Untergattungen das Bild der Bodenseeschiffe. Man unterschied nach Größe zwischen <i><a href="L%C3%A4dine" title="Lädine">Lädinen</a></i>, <i>Halblädinen</i>, <i>Segmer</i>, <i>Halbsegmer</i> und <i>Viertelsegmer</i>. Die Bezeichnung <i>Lädine</i> ist wohl auf <i>Lade</i> (Last, Ladung) zurückzuführen. Für auf leicht modifizierten Grundformen der Lädine aufbauende Schiffstypen wie z.&nbsp;B. das <i>Marktschiff</i> oder das <i>Jagdschiff</i> (siehe Abschnitt <i>Geschichte</i>) waren auf den Verwendungszweck bezogene Bezeichnungen üblich.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Typ</th>
<th>Länge/Breite</th>
<th>Masthöhe</th>
<th>Segelgröße</th>
<th>Ladekapazität
</th></tr>
<tr>
<td>Lädine</td>
<td>110×14 <a href="Fu%C3%9F_(Einheit)" title="Fuß (Einheit)">Fuß</a></td>
<td>85 Fuß</td>
<td>18,5×24 (oben)/16,5 (unten) <a href="Elle_(Einheit)" title="Elle (Einheit)">Ellen</a></td>
<td>700 Säcke Korn oder 140 Fässer Salz zu je 6 Zentner
</td></tr>
<tr>
<td>Halblädine</td>
<td>80×10 Fuß</td>
<td></td>
<td></td>
<td>130 Fässer Salz
</td></tr>
<tr>
<td colspan="5"><small>nach: Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff.</i>, 1992, S. 29 f.</small>
</td></tr></tbody></table>
<p><b>Dampfschiffe</b>
</p>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Dampfschifffahrt_auf_dem_Bodensee" title="Dampfschifffahrt auf dem Bodensee">Dampfschifffahrt auf dem Bodensee</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Häfen"><span id="H.C3.A4fen"></span>Häfen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bodenseeh%C3%A4fen" title="Bodenseehäfen">Bodenseehäfen</a></i></div>
<p>Heutzutage verfügt fast jeder Ort am Seeufer über einen Yachthafen, viele zudem über eine Anlegestelle für die großen Kursschiffe, was der hohen Bedeutung der Touristik und der Freizeitschifffahrt geschuldet ist. Früher gestaltete sich dies anders, das Verkehrsaufkommen insbesondere der größeren Schiffe konzentrierte sich auf weniger Häfen. Von Bedeutung waren im Mittelalter und der Frühen Neuzeit als Handels- und Verkehrshäfen <a href="Lindau_(Bodensee)" title="Lindau (Bodensee)">Lindau</a>, <a href="Bregenz" title="Bregenz">Bregenz</a>, <a href="Konstanz" title="Konstanz">Konstanz</a>, <a href="Buchhorn" title="Buchhorn">Buchhorn</a>, <a href="Meersburg" title="Meersburg">Meersburg</a> und <a href="Rorschach" title="Rorschach">Rorschach</a> sowie <a href="Arbon" title="Arbon">Arbon</a>, <a href="Fu%C3%9Fach" title="Fußach">Fußach</a> und <a href="Hard" title="Hard">Hard</a>. Im 19. Jahrhundert verloren mit dem Aufkommen der Dampfschifffahrt manche Häfen an Bedeutung, wohingegen neue Verkehrsknotenpunkte wie der <a href="Romanshorn" title="Romanshorn">Romanshorner</a> Hafen entstanden.
</p><p>Im Jahr 1764 belief sich die Gesamtzahl der Lädinen auf etwa 150. Diese verteilten sich auf die einzelnen Häfen wie folgt:
</p>
<table class="wikitable">

<tbody><tr>
<th>Häfen (Auswahl)</th>
<th>Anzahl der Schiffe
</th></tr>
<tr>
<td>Lindau</td>
<td>30
</td></tr>
<tr>
<td>Bregenz</td>
<td>30
</td></tr>
<tr>
<td>Konstanz</td>
<td>7
</td></tr>
<tr>
<td>Meersburg</td>
<td>8
</td></tr>
<tr>
<td>Rorschach</td>
<td>3
</td></tr>
<tr>
<td>Fußach</td>
<td>12
</td></tr>
<tr>
<td>Hard</td>
<td>8/9
</td></tr>
<tr>
<td colspan="5"><small>nach: Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff.</i>, 1992, S. 32</small>
</td></tr></tbody></table>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Heutige_Situation">Heutige Situation</h2></div>

<p>Heutzutage beschränkt sich die wirtschaftliche Nutzung des Bodensees für den Schiffsverkehr auf den Tourismus und die Fischereiwirtschaft – anders als im Großteil der vorigen Jahrhunderte, als der Handel im Mittelpunkt stand. Eine gewisse wirtschaftliche Bedeutung haben allerdings die beiden Fährlinien <a href="Autof%C3%A4hre_Konstanz%E2%80%93Meersburg" title="Autofähre Konstanz–Meersburg">Konstanz–Meersburg</a> und <a href="F%C3%A4hrlinie_Friedrichshafen%E2%80%93Romanshorn" title="Fährlinie Friedrichshafen–Romanshorn">Romanshorn–Friedrichshafen</a>. Sie werden auch von Kraftfahrzeugen frequentiert. Des Weiteren ist der <a href="Katamaran_Friedrichshafen%E2%80%93Konstanz" title="Katamaran Friedrichshafen–Konstanz">Katamaran Friedrichshafen–Konstanz</a> zu nennen, der die schnellste Nahverkehrsverbindung zwischen den beiden größten Städten am Bodensee darstellt.
</p><p>Die <i><a href="Bodensee-Schifffahrts-Ordnung" title="Bodensee-Schifffahrts-Ordnung">Bodensee-Schifffahrts-Ordnung</a></i> (BSO) ist die rechtliche Grundlage für verschiedene Verordnungen, die die Bodenseeschifffahrt betreffen. Unter anderem festgelegt wird eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 40 km/h.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Gesamtzahl der auf dem Bodensee zugelassenen Schiffe beträgt am 31. Dezember 2023 60.591<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, wobei zum Vergnügen genutzte Schiffe den Großteil ausmachen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Freizeit/Tourismus"><span id="Freizeit.2FTourismus"></span>Freizeit/Tourismus</h3></div>
<p>Mit der Erschließung des Bodenseeraums für den Tourismus stieg der Bedarf an Personenschiffen – mittlerweile kann die <a href="Wei%C3%9Fe_Flotte_(Bodensee)" title="Weiße Flotte (Bodensee)">Weiße Flotte auf dem Bodensee</a> als größte Binnenflotte Europas bezeichnet werden. Zur „Pflege und Förderung des Schifffahrtsverkehrs zwischen den Uferorten am Bodensee“ und auf dem Hochrhein bis Schaffhausen, wie es in der Satzung heißt, gründeten die vier großen Schifffahrtsgesellschaften nach dem Krieg wieder einen gemeinsamen Verband, die <a href="Vereinigte_Schifffahrtsunternehmen_f%C3%BCr_den_Bodensee_und_Rhein" title="Vereinigte Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein">Vereinigten Schifffahrtsunternehmen für den Bodensee und Rhein (VSU)</a>. Er koordiniert die Fahrpläne und Tarife der Mitglieder. Außer diesen ehemals staatlichen Schiffsbetrieben mit Linien-, Ausflugs- und Charterverkehr auf dem gesamten Bodensee sind einige kleine private Unternehmen im lokalen Verkehr tätig. Die kommunalen Motorbootgesellschaften im Öffentlichen Personennahverkehr, z.&nbsp;B. in Konstanz (<a href="Motorbootbetriebe_der_Stadt_Konstanz" title="Motorbootbetriebe der Stadt Konstanz">Motorbootbetriebe der Stadt Konstanz</a>) und Bodman (<a href="Motorbootgesellschaft_Bodman" title="Motorbootgesellschaft Bodman">Motorbootgesellschaft Bodman</a>), gibt es nicht mehr. Die größte Reederei am Bodensee, die <a href="Stadtwerke_Konstanz" title="Stadtwerke Konstanz">Stadtwerke Konstanz</a> GmbH, ist ein kommunales Unternehmen mit vielfältigen Beteiligungen.
</p>

<p>Oftmals kein ökonomischer Nutzen ist mit den zahlreichen Segelbooten verknüpft, der Segelsport wird im Bodensee zumeist in der Freizeit ausgeübt. Nach der BSO sind Führer von Booten, deren Maschinenleistung 4,4&nbsp;kW übersteigt oder die eine Segelfläche größer als 12&nbsp;m² besitzen, nur zur Führung dieser Schiffe berechtigt, wenn sich im Besitz eines <a href="Bodenseeschifferpatent" title="Bodenseeschifferpatent">Bodenseeschifferpatents</a> befinden. Zum Führen des Patents berechtigt das erfolgreiche Bestehen einer speziellen Prüfung, die von den Behörden abgenommen wird.
</p><p>Als größte <a href="Regatta" title="Regatta">Regatta</a> auf dem Bodensee gilt die jährlich stattfindende Segelregatta <i><a href="Rund_um_den_Bodensee" title="Rund um den Bodensee">Rund um den Bodensee</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Fischerei">Fischerei</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Bodensee#Fischerei" title="Bodensee">„Fischerei“ im Artikel Bodensee</a></i></div>
<p>Im Laufe der Zeit hat die Bodenseefischerei stetig an Bedeutung eingebüßt, obgleich heute noch etwa 120 Berufsfischer<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> ihrem Beruf nachgehen. Wichtigste Speisefische des Bodensees sind der <a href="Blaufelchen" class="mw-redirect" title="Blaufelchen">Blaufelchen</a> sowie andere Felchenarten und der <a href="Flussbarsch" title="Flussbarsch">Kretzer</a>.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Seezeichen">Seezeichen</h3></div>
<p> Außer den international üblichen <a href="Seezeichen" class="mw-redirect" title="Seezeichen">Seezeichen</a> kommen am Bodensee Nummerntafeln zur Anwendung, die auf weißem Grund eine schwarze Ziffer (manche auch einen schwarzen Kleinbuchstaben) tragen. Diese quadratischen, schwarz gerahmten Tafeln kennzeichnen die Zwei-Meter-Tiefenlinie beziehungsweise <a href="Untiefe" title="Untiefe">Untiefen</a>. Bei Untiefen sind sie so positioniert, dass sie diese seeseitig an der Zwei-Meter-Tiefenlinie abgrenzen. Einige sind zusätzlich zur Zahl mit Kleinbuchstaben gekennzeichnet. Seewärts vom Seezeichen beträgt die Wassertiefe bei einem <a href="Bodensee#Pegelstände" title="Bodensee">Konstanzer Pegel</a> von 2,5 Metern mindestens zwei Meter. Anschwemmungen haben jedoch dazu geführt, dass diese Mindesttiefe nicht überall gewährleistet ist, und einige Seezeichen – besonders am bayrischen Bodenseeufer – neu vermessen werden müssen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie beginnen fortlaufend im Uhrzeigersinn am <i>Frauenpfahl</i> vor dem Hafen Konstanz mit&nbsp;„1“. Sie enden in Österreich mit&nbsp;„99“ am Oberen Rheinspitz. Ab der Schweizer Grenze beginnt es wieder bei „1“ bis zu den Nummern „40“ bei Kreuzlingen. Entsprechend auf dem Untersee von&nbsp;„1“ bei Iznang bis&nbsp;„11“ bei Oberstaad. Allerdings sind nicht alle Nummern vergeben, beziehungsweise durch nachträgliche Vermessungen entfernt worden. So lautet die Reihenfolge in der Bregenzer Bucht 67, 70, 73. Die Rhein-<a href="Fahrrinne" class="mw-redirect" title="Fahrrinne">Fahrrinne</a> im <a href="Seerhein" title="Seerhein">Seerhein</a> und dem <a href="Hochrhein" title="Hochrhein">Hochrhein</a> bis Schaffhausen ist mit weißgrünen Rauten gekennzeichnet. Das grüne Feld weist zur Fahrrinne.
</p><div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Seemuseum_(Kreuzlingen)" title="Seemuseum (Kreuzlingen)">Seemuseum (Kreuzlingen)</a> zur Geschichte der Bodenseeschifffahrt und Bodenseefischerei.</li>
<li><a href="Liste_der_Passagierschiffe_auf_dem_Bodensee" title="Liste der Passagierschiffe auf dem Bodensee">Liste der Passagierschiffe auf dem Bodensee</a></li>
<li><a href="Wei%C3%9Fe_Flotte_(Bodensee)" title="Weiße Flotte (Bodensee)">Weiße Flotte (Bodensee)</a> – mit zahlreichen Links zu weiteren Artikeln</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ships_on_Lake_Constance?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Bodenseeschiffe</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://vorarlberg.at/documents/302033/689466/Bodensee-Schiff-Statistik_2023.pdf/7930ed32-165c-8f60-05c0-33a2feaa87c2?t=1714636428868">Bodensee-Schiff-Statistik per 31. Dezember 2023</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://ships.galutschek.at/bodensee/">Videos zu Schiffen am Bodensee</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Karl_Heinz_Burmeister" title="Karl Heinz Burmeister">Karl Heinz Burmeister</a>: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff. Zur Geschichte der Schiffahrt auf dem Bodensee.</i> Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-426-7</li>
<li>Klaus Scherff: <i>Die Bodensee-Schiffsbetriebe. Von den Anfängen bis heute</i>, herausgegeben von Bodensee-Schiffsbetriebe, Konstanz. Ubstadt-Weiher, Heidelberg / Ifu verlag regionalkultur, Basel 2004, ISBN 978-3-89735-287-2.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Martin Maimberger et al.: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www2.ufg.uni-freiburg.de/d/publ/wracks.html"><i>Schiffswracks im Bodensee</i></a>. In: <i>Freiburger Online Publikationen.</i> Abgerufen am 13. Mai 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-Burmeister-früh-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-früh_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-früh_2-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-früh_2-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff. Zur Geschichte der Schiffahrt auf dem Bodensee.</i> Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-426-7, S.&nbsp;11&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.ub.uni-heidelberg.de/digi-pdf-katalogisate/sammlung29/werk/pdf/salIXd.pdf">Wissenschaftliche Beschreibung</a> der Handschrift via Universitätsbibliothek Heidelberg, <a rel="nofollow" class="external text" href="https://digi.ub.uni-heidelberg.de/bsd/index.html">Bibliotheca Salemitana – digital</a></span>
</li>
<li id="cite_note-Burmeister-mittel-4"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-mittel_4-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-mittel_4-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-mittel_4-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Burmeister-mittel_4-3">d</a></sup></span> <span class="reference-text">Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff. Zur Geschichte der Schiffahrt auf dem Bodensee.</i> Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-426-7, S. 18 ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Matthias Wipf: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/004236"><i>Friedrich Peyer im Hof.</i></a> In: <i><a href="Historisches_Lexikon_der_Schweiz" title="Historisches Lexikon der Schweiz">Historisches Lexikon der Schweiz</a></i>. <span style="white-space:nowrap;"> 19.&nbsp;Juni 2009</span>, abgerufen am <span style="white-space:nowrap;">31.&nbsp;Mai 2024</span>.</span>
</li>
<li id="cite_note-Hehl-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Hehl_6-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Markus Hehl: <i>Die Dampflokzeit in Schwaben.</i> Klartext Verlag, Essen, 2011, ISBN 978-3-8375-0613-6, Seite 87.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): <i>Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz</i> vom 8. Dezember 1961, Nr. 50. Bekanntmachung Nr. 618, S. 246.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff. Zur Geschichte der Schiffahrt auf dem Bodensee.</i> Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-426-7, S.&nbsp;36&nbsp;f.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Karl Heinz Burmeister: <i>Vom Lastschiff zum Lustschiff. Zur Geschichte der Schiffahrt auf dem Bodensee.</i> Universitätsverlag Konstanz, Konstanz 1992, ISBN 3-87940-426-7, S.&nbsp;29&nbsp;ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1976/1338_1338_1338/de#part_2/chap_V_I/lvl_d4e56">https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1976/1338_1338_1338/de#part_2/chap_V_I/lvl_d4e56</a></span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://vorarlberg.at/documents/302033/689466/Bodensee-Schiff-Statistik_2023.pdf/7930ed32-165c-8f60-05c0-33a2feaa87c2?t=1714636428868"><i>Bodensee-Schiff-Statistik (PDF).</i></a> Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Maschinenbau und Elektrotechnik, AT-Bregenz, 2024,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 22.&nbsp;Juli 2024</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ABodenseeschifffahrt&amp;rft.title=Bodensee-Schiff-Statistik+%28PDF%29&amp;rft.description=Bodensee-Schiff-Statistik+%28PDF%29&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fvorarlberg.at%2Fdocuments%2F302033%2F689466%2FBodensee-Schiff-Statistik_2023.pdf%2F7930ed32-165c-8f60-05c0-33a2feaa87c2%3Ft%3D1714636428868&amp;rft.publisher=Amt+der+Vorarlberger+Landesregierung%2C+Abteilung+Maschinenbau+und+Elektrotechnik%2C+AT-Bregenz&amp;rft.date=2024">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Birgit Hofmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Fischer-am-Bodensee-sorgen-sich-um-Zukunft;art372474,5934650"><i>Fischer am Bodensee sorgen sich um Zukunft.</i></a> In: <a href="S%C3%BCdkurier" title="Südkurier">Südkurier</a>, 2. März 2013, abgerufen am 15. Mai 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Grafik zur Verteilung des Fangs auf die Fischarten, herausgegeben vom <a href="Institut_f%C3%BCr_Seenforschung" title="Institut für Seenforschung">Institut für Seenforschung</a>, abgerufen am 25. Mai 2014</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.suedkurier.de/region/nachbarschaft/kreis-lindau/Warnung-vor-neuen-Untiefen-am-bayerischen-Bodenseeufer;art372480,4282844">Pressemeldung</a></span>
</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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